Neues LIFE+ Projekt „Großtrappe“ von 2010 bis 2015 - erfolgreicher Schutz der westpannonischen Population wird fortgesetzt!

 
 
     

Ziel des LIFE+ Projektes ist die Fortführung des erfolgreichen Konzeptes des LIFE Projektes „Großtrappe“ in Österreich bis in das Jahr 2015 und zwar in allen 4 wichtigen Trappengebieten Österreichs.
Nachdem in zwei Projekt - Teilgebieten die Hauptursache für die Mortalität und damit eine wesentliche Populationsgefährdung weitgehend beseitigt ist (Leitungen wurden erdverkabelt bzw. markiert), sollen nun weitere notwendige ergänzende Erdverkabelungen und Markierungen insbesondere im Gebiet Sandboden und Praterterrasse durchgeführt werden. Dadurch soll es auch längerfristig zu einem weiteren Anstieg der österreichischen bzw. der gesamten grenzüberschreitenden westpannonischen Großtrappenpopulation kommen.
Außerdem soll der Bevölkerung auch weiterhin anhand des Trappenschutzes der besondere Wert ihrer regionalen Kulturlandschaft und die Notwendigkeit eines integrierten Naturschutzes im Rahmen von Natura 2000 und LIFE+ vermittelt werden.


Die Großtrappe (Otis tarda) zählt zu den schwersten flugfähigen Vogelarten der Welt. Sie ist eine in Österreich vorkommende weltweit gefährdete Vogelart. Der weltweite Gesamtbestand umfasst ca. 50.000 Individuen, wovon ca. 2.400 in Mitteleuropa vorkommen.

Es zählt wohl zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen, wenn an ganz wenigen Stellen Ostösterreichs die rund 16 kg schweren Männchen der Großtrappe im April und Mai ihr Balzspiel zeigen. So kann man zu dieser Zeit die Hähne der Großtrappe beobachten, wie sie "stolz" auf offenen Gras- oder Ackerlandschaften marschieren. Bei der einzigartigen Balz dreht der Trapphahn mit einem Ruck das Flügelgefieder so um, dass die weißen Ellbogenfedern und die ebenfalls weiße Unterseite des Flügelgefieders zuoberst liegen. In Vollbalz stehend bildet das breit aufgefächerte Untergefieder des Stoßes den höchsten Punkt des Körpers und der zuckende, weiße Federball lockt paarungsbereite Weibchen über große Entfernungen an.

Aber bitte nicht stören! Denn Trappen sind wachsame, störungsempfindliche Vögel, die auf Gefahrenquellen schon in weit über 1 km Entfernung mit Flucht reagieren können. Das betrifft balzende Vögel gleichermaßen wie brütende oder jungeführende Weibchen.

Großtrappen können sich sogar ohne Anlauf mit kräftigen Flügelschlägen in die Luft erheben. Obwohl sie als ausgezeichnete Flieger große Strecken von mehr als 200 km am Tag überwinden können, leidet ihre Wendigkeit unter ihrem großen Körpergewicht. Großtrappen sind in Mitteleuropa Teilzieher, die in strengen Wintern einige hundert Kilometer wandern können, wobei sie sich jedoch großen Gefahren - zum Beispiel Kollisionen mit Stromleitungen - aussetzen.

Um der weltweit gefährdeten Großtrappe in Mitteleuropa bzw. in Österreich auch in Zukunft das Überleben zu sichern, werden derzeit in mehreren europäischen Ländern mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union umfangreiche Schutzprojekte umgesetzt.

Alle wichtigen Informationen über die Großtrappe und die Bemühungen zu ihrem Schutz erhalten Sie auf diesen Seiten, die regelmäßig ergänzt und aktualisiert werden.






SPAs für die westpannonische Population





Balzender Trapphahn





Fliegende Großtrappe





Landende Großtrappe