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Ziel des LIFE+ Projektes ist die Fortführung des erfolgreichen Konzeptes des LIFE Projektes „Großtrappe“ in Österreich bis in das Jahr 2015 und zwar in allen 4 wichtigen Trappengebieten Österreichs. Nachdem in zwei Projekt - Teilgebieten die Hauptursache für die Mortalität und damit eine wesentliche Populationsgefährdung weitgehend beseitigt ist (Leitungen wurden erdverkabelt bzw. markiert), sollen nun weitere notwendige ergänzende Erdverkabelungen und Markierungen insbesondere im Gebiet Sandboden und Praterterrasse durchgeführt werden. Dadurch soll es auch längerfristig zu einem weiteren Anstieg der österreichischen bzw. der gesamten grenzüberschreitenden westpannonischen Großtrappenpopulation kommen. Außerdem soll der Bevölkerung auch weiterhin anhand des Trappenschutzes der besondere Wert ihrer regionalen Kulturlandschaft und die Notwendigkeit eines integrierten Naturschutzes im Rahmen von Natura 2000 und LIFE+ vermittelt werden.
Die Großtrappe (Otis tarda) zählt zu den schwersten flugfähigen
Vogelarten der Welt. Sie ist eine in Österreich vorkommende weltweit
gefährdete Vogelart. Der weltweite Gesamtbestand umfasst ca. 50.000
Individuen, wovon ca. 2.400 in Mitteleuropa vorkommen.
Es zählt wohl zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen, wenn an
ganz wenigen Stellen Ostösterreichs die rund 16 kg schweren Männchen
der Großtrappe im April und Mai ihr Balzspiel zeigen. So kann man
zu dieser Zeit die Hähne der Großtrappe beobachten, wie sie "stolz"
auf offenen Gras- oder Ackerlandschaften marschieren. Bei der einzigartigen
Balz dreht der Trapphahn mit einem Ruck das Flügelgefieder so um,
dass die weißen Ellbogenfedern und die ebenfalls weiße Unterseite
des Flügelgefieders zuoberst liegen. In Vollbalz stehend bildet
das breit aufgefächerte Untergefieder des Stoßes den höchsten Punkt
des Körpers und der zuckende, weiße Federball lockt paarungsbereite
Weibchen über große Entfernungen an.
Aber bitte nicht stören! Denn Trappen sind wachsame, störungsempfindliche
Vögel, die auf Gefahrenquellen schon in weit über 1 km Entfernung
mit Flucht reagieren können. Das betrifft balzende Vögel gleichermaßen
wie brütende oder jungeführende Weibchen.
Großtrappen können sich sogar ohne Anlauf mit kräftigen Flügelschlägen
in die Luft erheben. Obwohl sie als ausgezeichnete Flieger große
Strecken von mehr als 200 km am Tag überwinden können, leidet ihre
Wendigkeit unter ihrem großen Körpergewicht. Großtrappen sind in
Mitteleuropa Teilzieher, die in strengen Wintern einige hundert
Kilometer wandern können, wobei sie sich jedoch großen Gefahren
- zum Beispiel Kollisionen mit Stromleitungen - aussetzen.
Um der weltweit gefährdeten Großtrappe in Mitteleuropa bzw. in
Österreich auch in Zukunft das Überleben zu sichern, werden derzeit
in mehreren europäischen Ländern mit finanzieller Unterstützung
der Europäischen Union umfangreiche Schutzprojekte umgesetzt.
Alle wichtigen Informationen über die Großtrappe und die Bemühungen
zu ihrem Schutz erhalten Sie auf diesen Seiten, die regelmäßig ergänzt
und aktualisiert werden.
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