LIFE+ Projekt
"Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich - Fortsetzung "
     
 


Die vier Projekt - Teilgebiete


Zielsetzung

Ziel des LIFE+ Projektes ist die Fortführung des erfolgreichen Konzeptes des LIFE Projektes „Großtrappe“ in Österreich bis in das Jahr 2015 und zwar in allen 4 wichtigen Trappengebieten Österreichs. Nachdem in zwei Projekt - Teilgebieten die Hauptursache für die Mortalität und damit eine wesentliche Populationsgefährdung weitgehend beseitigt ist (Leitungen wurden erdverkabelt bzw. markiert), sollen nun weitere notwendige ergänzende Erdverkabelungen und Markierungen insbesondere im Gebiet Sandboden und Praterterrasse durchgeführt werden. Dadurch soll es auch längerfristig zu einem weiteren Anstieg der österreichischen bzw. der gesamten grenzüberschreitenden westpannonischen Großtrappenpopulation kommen. Außerdem soll der Bevölkerung auch weiterhin anhand des Trappenschutzes der besondere Wert ihrer regionalen Kulturlandschaft und die Notwendigkeit eines integrierten Naturschutzes im Rahmen von Natura 2000 und LIFE+ vermittelt werden

 

 

 


Geplante Maßnahmen

Im Projektzeitraum werden im Burgenland und in Niederösterreich insgesamt ca. 33,1 km Mittelspannungsleitungen zuerst unter die Erde verlegt und anschließend die bestehenden Freileitungen abgebaut. Somit werden durch das LIFE+ Projekt weitere größere leitungsfreie Flächen für die Großtrappe entstehen.
Zusätzlich werden im Projektzeitraum ca. 3,9 km Hochspannungsleitungen mit Vogelwarnfahnen markiert.
Außerdem werden von zwei bestehenden Windschutzgürteln jeweils 100 m entfernt, um den Lebensraum der Großtrappe auszuweiten bzw. besser zu vernetzen.
Durch diese Maßnahmen und weitere umfangreiche Schutzbemühungen wie die fachgerechte Betreuung der Großtrappen und ein umfangreiches Gebietsmanagement soll sich der Bestand der Großtrappe in Österreich von 244-274 Individuen zur Brutzeit 2010 weiter erhöhen.
Um die Lebensbedingungen sowie die Futtergrundlage der Großtrappe in Österreich weiterhin in einem guten Zustand zu erhalten, ist auch zukünftig die gute Kooperation des Naturschutzes mit den ansässigen Landwirten und Jägern Grundvoraussetzung. Derzeit sind rund 550 Betriebe und mehr als 100 Jäger in das Projekt eingebunden.
Da Großtrappen keine Grenzen kennen, findet im Rahmen des LIFE+ Projektes zum Schutz der grenzüberschreitenden westpannonischen Population der Großtrappe weiterhin eine intensive Kooperation Österreichs mit den Nachbarstaaten Ungarn, Slowakei und Tschechische Republik statt.

 




Geplante Erdverkabelungen und Markierungen in den Projekt - Teilgebieten.

 


Projektzeitraum

Oktober 2010 bis Dezember 2015

Projektträger
Österreichische Gesellschaft Großtrappenschutz (ÖGG)
Bgm. Reinhold Reif (Obmann)
post@deutsch-jahrndorf.bgld.gv.at

Geplante Projektkosten
4.508.481 EURO (davon 3.381.360 Euro = 75 % EC)

LIFE+ Natur und diese Maßnahme haben den Schutz gefährdeter Arten und Lebensräume auf Grundlage der EU Vogelschutz- bzw. Fauna-Flora-Habitatrichtlinie zum Ziel. Das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 trägt europaweit dazu bei, die Vielfalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume zu erhalten.


Hahn sichernd

 


Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden sie unter:

LIFE+ Projektinformation deutsch (pdf, 1,43 MB)

LIFE+ project information english (pdf, 1,43 MB)


Bildband „Die Großtrappe in Mitteleuropa. Erfolgreicher Schutz der westpannonischen Population“:

Part 1: Hardcover (1,2 MB)

Part 2: Kern (16,5 MB)

Das LIFE+ Projekt LIFE09 NAT/AT/000225 wird von der EU und folgenden Projektpartnern bzw. Kofinanziers gefördert:

ec.europa.eu


Europäische Union

 

www.evn.at


EVN Netz GmbH

www.bewag.at


BEWAG Netz GmbH

www.apg.at


Austrian Power Grid AG

www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at


Nationlaparkgesellschaft Neusiedler See-Seewinkel

www.noel.gv.at


Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abt. Naturschutz

www.burgenland.at


Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 5 Hauptreferat III, Natur- und Umweltschutz



www.lebensministerium.at

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)

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